#33 World Bicycle Day/ Weltfahrradtag: 3 June/Juni
(deutscher text weiter unten)
On 12 June 1817, Baron Karl von Drais rode his running machine (Laufmaschine) from Mannheim on the Rhine to a guesthouse less than 8km (ok: 5 miles) away. His machine – appropriately called a Draisine in English – didn’t have pedals, so he had to push himself forward with his feet on the ground. He was still faster than a pedestrian, covering that distance in just over an hour.
A few more inventions made the bicycle the most efficient way to turn human energy into distance travelled. By the 1880s, the chain drive was commonplace. John Boyd Dunlop’s invention of the pneumatic tyre in 1888 had made it possible to navigate the bumby roads of the time. Bicycle wheels can hold up to 700 times their own weight, making them one of the strongest man-made structures we know. In 1933, the dérailleur was ultimately perfected, with a relatively dependable version produced by Tullio Campagnolo.
When in 1902, Henry Ford introduced his “Tin Lizzy” automobile, the bicycle as transport for the common man and woman was quickly replaced by an obsession with the car. Automobiles, in spite of their name, are not the most efficient mode of transport. One hundred calories can power a cyclist for five kilometers, where the same amount of energy would only move a car for 85 meters. A bicycle can be up to five times more efficient than walking.
Even if you ignore all the health benefits and the fact that a fast-moving cyclist will not emit anything more harmful than sweat, a bicyle is the most efficient way to get around our towns.
One example: my son’s house near Newington Green in North London is 10 km away from his mother’s flat off Kensington High Street. He walks to Highbury Islington, takes the Victoria and then the Circle Line, arriving at High Street Ken around 45 minutes later. Average speed in London traffic last year was 12.6 kmh (or 7.8 mph) so during a normal day (does that even exist?) a car would also take at least 45 minutes. On a cheap single speed bicycle, however, I get there in 35 minutes, and that even during bad traffic (when is it not?). From years of experience I know that I ride at an average speed of 22 km/h (14 mph) in a city like London, allowing for stops at lights (admittedly not at every one all the time) and the occasional emergency stop caused by pedestrians crossing the street while gazing at their smartphones. One revolution of the pedal moves my bicycle forward by about 6.5 meters – my London bike has a ration of 3:1 between the chain ring (48 cogs) and the single gear at the back (16 cogs). To get from Islington to Kensington takes 1600 turns of the pedal, using around 420 calories for the distance.
Cycling not only improves your physical health but also your mental outlook. Riding my bicycle gives me sense of accomplishment and a feeling of independence. I regret every day that I cannot get onto one of my 13 bicycles (at last count, distributed across four cities). And all of those together didn’t cost as much as half a second-hand car.
Enough reasons to celebrate the bicycle on its 2009th birthday.
https://www.un.org/en/observan…★
Am 12. Juni 1817 fuhr Baron Karl von Drais mit seiner Laufmaschine von Mannheim am Rhein zu einem weniger als 8 km entfernten Gasthaus. Seine Maschine – im Englischen passenderweise „Draisine“ genannt – hatte keine Pedale, sodass er sich mit den Füßen auf dem Boden vorwärtsstoßen musste. Er war dennoch schneller als ein Fußgänger und legte diese Strecke in etwas mehr als einer Stunde zurück.
Einige weitere Erfindungen machten das Fahrrad zum effizientesten Mittel, um menschliche Energie in zurückgelegte Strecke umzuwandeln. In den 1880er Jahren war der Kettenantrieb bereits gang und gäbe. John Boyd Dunlops Erfindung des Luftreifens im Jahr 1888 hatte es möglich gemacht, die holprigen Straßen jener Zeit zu bewältigen. Fahrradräder können bis zum 700-Fachen ihres Eigengewichts tragen, was sie zu einer der stabilsten von Menschenhand geschaffenen Konstruktionen macht, die wir kennen. Im Jahr 1933 wurde die Kettenschaltung endgültig perfektioniert, mit einer relativ zuverlässigen Version, die Tullio Campagnolo zusammenbaute.
Als Henry Ford 1902 sein „Tin Lizzy“-Automobil vorstellte, wurde das Fahrrad als Transportmittel für den einfachen Mann und die einfache Frau schnell durch die Begeisterung für das Auto verdrängt. Automobile sind, trotz ihres Namens, nicht das effizienteste Transportmittel. Hundert Kalorien können einen Radfahrer fünf Kilometer weit bringen, während die gleiche Energiemenge ein Auto nur 85 Meter weit bewegen würde. Ein Fahrrad kann bis zu fünfmal effizienter sein als das Gehen.
Selbst wenn man alle gesundheitlichen Vorteile außer Acht lässt und die Tatsache, dass ein schnell fahrender Radfahrer nichts Schädlicheres als Schweiß ausstößt, ist das Fahrrad die effizienteste Art, sich in unseren Städten fortzubewegen.
Ein Beispiel: Das Haus meines Sohnes in der Nähe von Newington Green im Norden Londons liegt 10 km von der Wohnung seiner Mutter an der Kensington High Street entfernt. Er läuft nach Highbury Islington, nimmt die Victoria Line und dann die Circle Line und kommt etwa 45 Minuten später an der High Street Ken an. Die Durchschnitts
geschwindigkeit im Londoner Verkehr lag im letzten Jahr bei 12,6 km/h, sodass an einem normalen Tag (gibt es den überhaupt?) ein Auto ebenfalls mindestens 45 Minuten brauchen würde. Auf einem günstigen Ein-Gang-Fahrrad komme ich jedoch in 35 Minuten dorthin, und das sogar bei dichtem Verkehr (wann ist das nicht der Fall?). Aus jahrelanger Erfahrung weiß ich, dass ich in einer Stadt wie London mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22 km/h fahre, wobei ich Stopps an Ampeln (zugegebenermaßen nicht immer an jeder) und gelegentliche Notbremsmanöver einkalkuliere, die durch Fußgänger verursacht werden, die die Straße überqueren, während sie auf ihre Smartphones starren. Eine Umdrehung des Pedals bringt mein Fahrrad etwa 6,5 Meter voran – mein Londoner Fahrrad hat ein Übersetzungs
verhältnis von 3:1 zwischen dem Kettenblatt (48 Zähne) und dem einzigen Zahnrad hinten (16 Zähne). Um von Islington nach Kensington zu gelangen, sind 1600 Pedalumdrehungen nötig, wobei ich für diese Strecke etwa 420 Kalorien verbrauche.
Radfahren verbessert nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch die geistige Verfassung. Das Radfahren gibt mir ein Erfolgserlebnis und ein Gefühl der Unabhängigkeit. Ich bedaure jeden Tag, an dem ich nicht auf eines unserer 12 Fahrräder steigen kann (nach letzter Zählung, verteilt auf drei Städte). Und all diese zusammen kosteten nicht einmal so viel wie ein halbes Gebrauchtauto.
Grund genug, das Fahrrad an seinem 2009. Geburtstag zu feiern.
https://www.un.org/en/observan…★